Der Garten im Januar

 

Beerensträucher richtig schneiden

Damit Stachel- und Johannisbeersträucher gleichmäßig und reichlich tragen, ist ein jährlicher Schnitt entscheidend. Dabei sollten die ältesten Zweige, erkennbar an der dunklen Rinde, entfernt werden, da sie nur noch kleinere Beeren hervorbringen und die Ernte erschweren. Belassen Sie nur so viele kräftige neue Bodentriebe, wie für den Ersatz nötig sind, um die Vitalität des Strauchs zu erhalten. Altholz sollte grundsätzlich nicht älter als vier Jahre sein und regelmäßig durch junge Triebe ersetzt werden. Da Strauchbeeren frosthart sind und früh austreiben, empfiehlt sich ein Schnitt zeitig im Jahr. Verwenden Sie stets eine scharfe Gartenschere für glatte Schnitte, ohne die Triebe zu quetschen. Diese Pflege sichert über viele Jahre große, aromatische Beeren und gesunde Pflanzen.

Weihnachtsgrün clever nutzen

Nach den Feiertagen müssen der Weihnachtsbaum und der Adventsschmuck nicht sofort entsorgt werden. Das Nadelreisig dient als praktischer Winterschutz für empfindliche Pflanzen wie Rosen, Steingartenstauden oder Kübelpflanzen auf Balkon und Terrasse. Es bewahrt die Gewächse vor Kahlfrösten und schützt vor zu starker Wintersonne. Letztere kann Gehölze sonst zu einem vorzeitigen Austrieb verleiten, der später erfriert. Die Zweige sollten locker über die Pflanzen gelegt werden, um die Luftzirkulation zu gewährleisten und Fäulnis zu verhindern. Auch die Wurzeln von Kübelpflanzen lassen sich so isolieren; prüfen Sie vor dem Abdecken jedoch die Bodenfeuchtigkeit und entfernen Sie welke Blätter.

Frühe und späte Sorten im Gemüsebeet

Eine geschickte Kombination aus frühen und späten Sorten ermöglicht eine besonders lange Erntezeit. Frühe Kulturen wie Radieschen, Salat oder Kohlrabi sind schnell erntereif und machen Platz für Nachfolgekulturen, wodurch das Beet durchgehend produktiv bleibt. Späte Sorten wie Grünkohl, Rosenkohl oder Lagerkarotten verlängern die Ernte bis in den Winter hinein. Durch eine gestaffelte Aussaat und die Beachtung von Fruchtfolgen wird Bodenmüdigkeit vermieden und die Fläche optimal genutzt. Ideale Kombinationen sind beispielsweise Kopfsalat gefolgt von Buschbohnen oder Radieschen vor Möhren. Auch Mangold, Spinat und robuste Sorten eignen sich hervorragend für ein ganzjähriges Gartenbuffet.

Eichhörnchen im winterlichen Garten

In naturnahen Kleingartenanlagen finden Eichhörnchen wichtigen Lebensraum und legen dort mehrere Kobel als Unterschlupf an, etwa in Baumhöhlen oder Astgabeln. Bei winterlichen Baumfällarbeiten sollte daher unbedingt auf Bewohner geachtet werden. Gefahren im Garten stellen zudem Pestizide, Düngemittel wie Blaukorn, offene Regentonnen oder steile Teichufer dar. Da Eichhörnchen keinen Winterschlaf, sondern Winterruhe halten, sind sie auch im Winter regelmäßig auf Nahrungssuche aktiv. Wer sie unterstützen möchte, kann unverarbeitete Walnüsse, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne sowie Karotten- und Apfelstückchen anbieten. Ungeeignet sind hingegen Mandeln, Erdnüsse, Brot oder Speisereste. Auch das Bereitstellen von Wasserstellen ist eine wertvolle Hilfe.

© Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e. V., Januar 2026


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